BiNe-Präsentationstag: Unsere Schüler-Projekte für mehr Nachhaltigkeit
Einmal im Jahr wird bei uns besonders gut sichtbar, was hier wöchentlich in kleinen Gruppen entsteht: Beim BiNe-Präsentationstag stellten unsere Fünft- und Sechstklässler ihre diesjährigen Projekte vor. Die Präsentationen zeigen, wie Schüler mit dem Thema Nachhaltigkeit arbeiten und was sie daraus gestalten und umsetzen.
Vom Fledermauskasten bis zum selbstentwickelten Computerspiel
Fast 150 Schüler gestalteten im letzten Schuljahr in kleinen Gruppen selbstorganisierte Projekte. Die Bandbreite der Projekte ist dabei so vielfältig wie die Nachhaltigkeitspalette: Zum Beispiel baute eine Gruppe einen Fledermauskasten und leistet damit einen konkreten Beitrag zum Artenschutz. Andere Schüler hatten ein Büchertauschregal aufgestellt, Beete bepflanzt oder ein Monopoly Spiel mit Nachhaltigen gebastelt – kleine Gesten, die über längere Zeiträume große Wirkung entfalten können. Eine Gruppe entwickelte über das Schuljahr hinweg ein Computerspiel, das spielerisch über die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung informiert. Außerdem organisierten Schüler eine Spendenaktion für das lokale Tierheim und kombinierten dies mit Vermittlungsaktionen, damit die Tiere ein neues Zuhause finden. Was alle Projekte verbindet: Sie sind nicht für unsere Schule gestaltet, sondern sollen auch zu einer nachhaltigeren Welt außerhalb des Schulgeländes beitragen.
BiNe: Nachhaltigkeit als eigenes Schulfach
Hinter dem Präsentationstag steht das Konzept „BiNe – Bildung für nachhaltige Entwicklung“, das am Freien Gymnasium Naunhof fest im Stundenplan verankert ist. Das Fach „BiNe“ ist ein eigenständiges Unterrichtsfach, in dem Fünft- und Sechstklässler wöchentlich drei Stunden lang eigene Projekte entwickeln, planen und umsetzen. Ausgangspunkt sind dabei nicht vorgegebene Lehrbuchtexte, sondern die Interessen der Schüler selbst. Jedes Jahr finden sich erneut Gruppen von zwei bis sechs Schülern und verfolgen über das Schuljahr hinweg ihr eigenes Projekt. Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung bilden den inhaltlichen Rahmen. Was daraus entsteht, liegt in den Händen der Schüler. Ziel ist dabei gegenseitige Rücksichtnahme, Selbstständigkeit und eine nachhaltige, sozial orientierte Denkweise – und vor allem die Erfahrung, dass das eigene Handeln tatsächlich etwas bewegen kann.
Große Wirkung beginnt im Kleinen
Was BiNe im Kern vermitteln will, lässt sich an diesem Tag gut beobachten: das Veränderung nicht immer im Großen beginnen muss. Wer Workshops in Grundschulen und Kindergärten hält, wer im Altenpflegeheim auftritt oder wer ein Beet anlegt, das andere mitnutzen, lernt etwas, das kein Lehrplan direkt formulieren kann – dass das eigene Handeln zählt und dass globale Herausforderungen lokale Antworten brauchen. Genau darin liegt der Anspruch, den wir mit BiNe verbinden: lokale Herausforderungen und global gedachte Lösungen zusammenzubringen, um Schüler zu befähigen, beides zusammen zu denken.
Wir gratulieren allen Gruppen zu ihren gelungenen Projekten und danken den begleitenden Lehrkräften für ihr Engagement. Wir freuen uns außerdem auf die neuen 5. und 6. Klassen, wenn es im nächsten Schuljahr in eine neue Runde BiNe geht.














