Schüleraustausch nach Ningbo: Eine Woche chinesischen Schulalltag hautnah erleben
Ende März brach eine Gruppe unserer Schüler der 8. bis 10. Klasse gemeinsam mit begleitenden Lehrkräften und einigen Eltern zu einer besonderen Reise auf: 16 Flugstunden, ein neuer Kontinent, eine neue Kultur. Neben den jährlichen Austauschen mit unserer Partnerschule in Hangzhou, war die Reise nach Ningbo ein besonderer Zusatz dieses Jahr. Über mehrere Tage hinweg sammelten unsere Schüler neue Eindrücke und begegneten einem anderen Lernalltag.
Ankommen in Schule und Gastfamilien in Ningbo
Nach dem langen Flug erwartete unsere Schüler an der No. 3 High School in Ningbo ein herzlicher Empfang: Eine offizielle Willkommenszeremonie eröffnete den Austausch, bevor es für jeden in eine chinesische Gastfamilie ging. Genau hier, im geteilten Alltag mit einer anderen Familie, beginnt für viele die eigentliche Reise – denn was es bedeutet, in einer Familie in einem anderen Land zu leben, lässt sich nicht in der Theorie lernen.
Alltag teilen, Neues entdecken, Perspektiven erweitern
Die folgenden Tage erwartete unsere Schüler neben Kalligrafie und chinesischer Malerei ein Programm aus Robotik-Workshops, Musik und Tanz. Die Mischung aus kulturellen, künstlerischen und naturwissenschaftlichen Angeboten war für unsere Schüler sehr spannend. Besonders viel Spaß hatten sie auch beim gemeinsamen Kochen: Regionale Ningbo-Spezialitäten wurden nicht nur probiert, sondern gemeinsam zubereitet – ein Austausch, den man buchstäblich schmecken konnte. Am Wochenende zog es die Schüler dann in unterschiedliche Richtungen: Manche blieben in Ningbo, andere reisten weiter nach Shanghai, ein dritter Teil unserer Schüler verschlug es nach Hangzhou – einer Stadt, die unserem Gymnasium längst mit seiner Austauschschule vertraut ist.
Eine gewachsene Partnerschaft: Der Austausch mit Hangzhou
Bereits im November besuchten Schüler unseres Gymnasiums zum dritten Mal die Hangzhou High SchoolWas als einzelner Austausch begann, hat sich über die Jahre zu einer festen Partnerschaft entwickelt – ein Beispiel dafür, wie aus einer Begegnung Kontinuität wird. Neben den gegenseitigen Besuchen bietet unser Gymnasium bereits ab der 8. Klasse die Möglichkeit, Chinesisch zu lernen. Eine neue Sprache zu erlernen, bedeutet immer auch, sich mit den Orten auseinanderzusetzen, an denen sie gesprochen wird – eine Erfahrung, die unsere Schüler durch die Austausche nach China ganz unmittelbar machen können.
Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Leipzig
Ergänzt wird dieses Angebot seit März 2026 durch unser Konfuzius-Klassenzimmer, das wir gemeinsam mit dem Konfuzius-Institut Leipzig eingerichtet haben. Es eröffnet unseren Schülern Zugang zu hochwertigen Lehrmaterialien, eigenen Sprach- und Kulturprojekten sowie der Möglichkeit, den international anerkannten Chinesisch-Test HSK abzulegen – und macht unser Gymnasium zur ersten Schule in Sachsen mit einem solchen Klassenzimmer.
Die Reise geht vorbei, die Beziehungen bleiben
Der diesjährige Austausch nach Ningbo fand sein vorläufiges Ende in Peking. Dort standen unter anderem die Verbotene Stadt, die Chinesische Mauer und der Himmelstempel auf dem Programm. Diese Stationen ergänzten die schulischen Begegnungen um historische, gesellschaftliche und kulturelle Perspektiven und rundeten die Reise in besonderer Weise ab.
Mit dem Rückflug nach Deutschland endete vorerst ein Austausch, der für alle Beteiligten eine intensive und bereichernde Erfahrung war. Besonders macht diese Reise, dass unsere Schülerinnen und Schüler gleich vier verschiedene Schulen kennenlernen durften – wir danken allen Schulen herzlich für die offenen Türen und die herzliche Aufnahme.
Warum internationale Begegnungen zu unserem Gymnasium gehören
Was bleibt, sind weit mehr als Fotos und Souvenirs. Wer im Rahmen eines Austausches bei einer anderen Familie wohnt, sich an einer neuen Schriftsprache versucht und beim internationalen Frisbee-Turnier Seite an Seite mit chinesischen Gleichaltrigen spielt, blickt danach anders auf die Welt – und auch auf sich selbst. Genau das ist der Grund, warum wir an unserem Gymnasium die Austauschprogramme für so wichtig halten.
Solche Begegnungen schaffen Lernräume, die weit über einen regulären Unterricht hinausreichen. Unsere Schüler erfahren ganz praktisch, was Offenheit, gegenseitiger Respekt und der Blick über den eigenen Horizont hinaus bedeuten – Werte, die wir am Freien Gymnasium Naunhof nicht nur vermitteln, sondern gemeinsam mit unseren Schülern erleben wollen.
Ein Dank gilt den engagierten Lehrern Frau Behzad und Herr Krützfeld, die den Austausch organisiert und betreut haben, sowie den begleitenden Eltern. Wir bedanken uns außerdem herzlich bei unseren Gastgebern in Ningbo.
Wir sagen Xièxiè (谢谢, Danke) und Zàijiàn (再见, bis bald)!















