Drachentanz, Teezeremonie und 35 Grad – unser China-Tag 2026
35 Grad, Sonnenschein und Guzheng-Klänge schallen über den Schulhof – willkommen bei unserem diesjährigen China-Tag. Trotz der Hitze spielte sich am 25. Juni ab 10 Uhr für unsere Schüler in der Parthelandhalle und Haus 3 ein buntes Programm ab. Gemeinsam mit dem Konfuzius-Institut und der Wenwu Gongfu Schule wurde ein Programm von Tai-Chi über Kalligrafie bis hin zum Duft chinesischer Snacks gestaltet. Unser diesjähriger China-Tag war kein normaler Infotag über ein fernes Land – sein großes und abwechslungsreiches Programm schuf Räume, um sich mit chinesischer Kultur auseinanderzusetzen und voneinander zu lernen.
Sprachlern-Parcours, Kalligrafie und Drachentanz
Von morgens an wimmelte es in unserer Schule nur so von Stationen – unter Fähnchen mit chinesischen Kalligrafie Zeichen, die schon von weitem verrieten: heute ist hier etwas anders. In parallelen Workshops tauchten unsere Schüler in chinesische Instrumente wie Erhu (siehe Foto Nr. 7) und Guzheng (siehe Foto Nr. 8) ein, probierten traditionelle Kleidung an, lernten das Knüpfen chinesischer Knoten oder ließen sich in die Welt der Teezeremonie und Chinesischen Medizin einführen. Der Kalligrafie-Lehrer Mu Laoshi zeigte unseren Schülern, wie viel Geduld und Präzision in einem einzigen Schriftzeichen stecken können. In der Halle wurde derweil Drachentanz getanzt und wer beim Federfußball mitmachte, stellte schnell fest, dass der Name leichter klingt als das Spiel ist.
Wer wollte, konnte beim Sprachlern-Parcours erste Schritte auf Chinesisch wagen oder beim China-Quiz sein Wissen nach den vielen Eindrücken testen. Auf dem Hof konnte leckeres chinesisches Essen gegessen werden und im späteren Verlauf versammelten sich alle Klassen und unser Kollegium in der Aula. Uns alle erwartete ein buntes Bühnenprogramm mit Drachentänzen, musikalischen Einlagen auf Erhu und Guzheng, und Tai-Chi in mehreren Formen.
Der China-Tag als Teil unseres Schulkonzepts
Der China-Tag steht an unserer Schule nicht für sich allein. Er ist Teil eines gewachsenen Konzepts, welches sich durch das ganze Schuljahr bewegt und er gehört zu einer Verbindung, die unser Gymnasium seit Jahren pflegt. Ab der 8. Klassen können unsere Schüler Chinesisch lernen und somit Einblicke in eine völlig neue Sprache und Kultur erlangen. Zudem verfügen wir seit März 2026 als erste Schule in Sachsen über ein Konfuzius-Klassenzimmer in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Leipzig. Hier können unsere Schüler Sprachkenntnisse in Form von unterschiedlichen Projekten vertiefen.
Ein weiteres Angebot sind unsere Austauschfahrten. So reiste im vergangenen Schuljahr eine Gruppe unserer Schüler einmalig nach Ningbo, besuchte vier Schulen und verbrachte ein Wochenende in Gastfamilien. Daneben pflegen wir seit Jahren eine feste Partnerschaft mit der Hangzhou High School: Nach unserem Besuch dort im letzten Jahr empfangen wir die Schülerinnen und Schüler aus Hangzhou im August wieder hier in Naunhof. Im Herbst geht es für unsre Schüler dann wieder nach Hangzhou.
Unser China-Tag macht sichtbar, was hinter diesen vielen Verbindungen steckt: dass eine Sprache nicht nur gelernt, sondern erlebt werden will – in Musik, Bewegung, Schrift und Gespräch. Und Sprachen sind weit mehr als Grammatik und Vokabeln. Zu allen Sprachen gehören auch die Orte und Menschen, die sie sprechen. Hier Berührungspunkte zu schaffen, empfinden wir immer wieder als sehr bereichernd und macht das Erlenen Sprache zu einem ganz anderen Erlebnis.
Wir danken dem Konfuzius-Institut, der Wenwu Gongfu Schule, allen engagierten Lehrkräften und Schülern, ohne die dieser Tag gar nicht erst entstanden wäre.























